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Der Bleistift

Bereits vor ca. 5000 Jahren sollen die Ägypter Rohre aus Schilf, Bambus oder Papyrus mit flüssigem Blei ausgegossen haben, um diese als Schreibwerkzeug zu nutzen. Sicher ist, dass spätestens seit dem 13. Jahrhundert Griffel aus Blei-Legierungen, und mit einer aufgelöteten Silberspitze versehen, von vielen Künstlern für Vorzeichnungen verwendet wurden. Doch die Härte dieser Legierungen machte das Schreiben und Zeichnen sehr beschwerlich.

Auch heutzutage bezeichnen wir das Schreibgerät mit der Mine, eingebettet in einen Schaft aus Holz, Kunststoff oder einer Metallummantelung, als Bleistift. Ein irrtümlicher Begriff, da es genau genommen kein Bleistift, sondern ein Grafitstift ist. Allerdings wurde das, bis ins 18. Jahrhundert verwendete, Grafit für Bleierz gehalten, woraus sich der Name Bleistift ableitete. Ein Irrtum, der bis heute namensgebend ist.

Der Grafitstift enthält eine Mine, die seit dem 19. Jahrhundert aus einem Grafit-Ton-Wasser-Gemisch hergestellt wird. Je nach Mischungsverhältnis lässt sich eine unterschiedliche Härte der Mine herstellen, die den Stift für verschiedene Zwecke einsetzbar macht.

Verwendung findet der Blei- oder Grafitstift hauptsächlich bei Zeichnungen, Notizen, technischen oder künstlerischen Skizzen. Die Möglichkeit, das zu Papier gebrachte auf einfache Weise mit einem Radiergummi wieder zu entfernen sowie seine hohe Lichtechtheit machen den Blei- oder Grafitstift zu einem beliebten und unverzichtbaren Schreibwerkzeug!

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Der Bleistift in der Kunst

Die Fähigkeit mit einem Bleistift extrem feine Linien zu zeichnen, birgt einen Vorteil, der mit anderen Schreib- und Zeichenmaterialien nicht ohne Weiteres möglich war. So wurde der Bleistift besonders in klassizistischen Porträtzeichnungen sowie den typischen Landschaftszeichnungen der Romantik verwendet. Doch auch zum Skizzieren und dem Schwärzen größerer Zeichnungsflächen sind Bleistifte mit einer geringen Härte hervorragend geeignet. Natürlich gibt es heutzutage Computerprogramme, mit denen sich noch viel genauer zeichnen lässt, doch letzten Endes ist es eine Frage der Stilistik und des gewünschten Effektes, welche Wahl der Künstler trifft.

Bleistifthärten

Je höher der Grafitanteil im Blei-, bzw. Grafitstift, umso weicher wird die Mine. Zwischen 20% und 90% variiert der Grafitanteil der Mine. Weltweit gibt es die vier Grundstärken B (Black), HB (hard-black), H (hard) und F (firm), benannt nach den englischen Bezeichnungen der Härte. Die Stärke H und B sind darüber hinaus in neun weitere Stärken unterteilt: Von H bis 9H sowie von B bis 9B.

Tabelle Härtegrade für Bleistifte

9B (Black)
8B
7B
6B
5B
sehr weich
4B
3B
2B
B
weich
HB (Hard Black)
F (Firm)
mittel
H (Hard)
1H
2H
hart
3H
4H
5H
sehr hart
6H
7H
8H
9H
extrem hart

9B sind Bleistifte mit extrem weicher Mine und einem tiefschwarzen Ton, die sich vornehmlich für Entwürfe und künstlerische Zwecke verwenden lassen. Zum Schreiben und linearem Zeichnen eignen sich Bleistifte der Härte HB oder F. Stifte mit einer Härte von 6H und mehr, kommen überwiegend in der Lithografie oder der Kartografie zum Einsatz. Leider variieren die Härtegrade trotz der überwiegend einheitlichen Bezeichnung von Hersteller zu Hersteller in leichten Nuancen.

Das größte Gradationsspektrum bietet derzeit die Firma Koh-I-Noor, die entsprechende Bleistift-Sets* anbietet. Die Firma Derwent führte in den 1950 Jahren eine hauseigene Norm ein und auch Faber-Castell hat mit seiner Produktionsreihe 9000 * eine interne Normierung seiner Bleistifte etabliert.


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