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Arten der Perspektive & perspektivischen Darstellung beim Zeichnen

Die perspektivische Darstellung beim Zeichnen dient dazu, dem Betrachter ein Gefühl räumlicher Tiefe, von Dimensionen und Dreidimensionalität zu geben. In der Kunstgeschichte, beim Zeichnen, Malen oder auch Fotografieren gibt es verschiedene Arten perspektivischer Darstellung, die teilweise in sehr unterschiedlichen Gebieten zum Einsatz kommen.
Wenn auch Ihr euren Bildern zu mehr Räumlichkeit verhelfen wollt, bieten Euch die folgenden Arten der Perspektive die besten Möglichkeiten, um eure Zeichnung dreidimensional zu gestalten.

Die unterschiedlichen Arten der perspektivischen Darstellung

Zur Anwendung perspektivischer Abstände zwischen Objekten und der Ausrichtung verschiedener Objekte zueinander kommen verschiedene Varianten geometrischer Projektion zum Einsatz. Dies sind die wichtigsten Arten der Perspektive, die Ihr für Eure Zeichnung kennen müsst:

Geometrische Projektionsverfahren

Zentralprojektion

Zentralperspektive

Die klassischste Variante ist die die Zentralperspektive. In der Zentralperspektive laufen alle Linien einer Zeichnung auf den Bildmittelpunkt zu. Der Fluchtpunkt, auf den alle Linien zulaufen, liegt genau in der Bildmitte und vermittelt damit ein symmetrisches Gefühl. Diese Art des zentralperspektivischen Fluchtpunktes kommt etwa bei religiösen Gemälden zum Einsatz, ist aber auch einer der Leitgedanken von Filmemachern wie Stanley Kubrick. Ebenen, die parallel zum Betrachter verlaufen, stellt Ihr als Flächen dar, alle orthogonal verlaufenden Linien flüchten zum Bildzentrum - dies wirkt besonders räumlich.

Zentralperspektive

2-Punktperspektive

Als 2-Punktperspektive sind die Merkmale der Perspektive weniger offenbar, denn in diesem Einsatz der Zentralprojektion sind die parallel zum Horizont verlaufenen Ebenen nicht parallel zu den Bildebenen. So flüchten hier die Ebenen zu ihrem jeweils eigenen Fluchtpunkt.

2-Punktperspektive

Die Frosch- und die Vogelperspektive

Zwei Sonderfälle der Zentralprojektion sind die Frosch- und die Vogelperspektive. Bei diesen Arten der perspektivischen Darstellung liegt unser Blickpunkt jeweils unter (Froschperspektive) oder über (Vogelperspektive) dem Motiv der Zeichnung. Diese Arten der Perspektive solltet Ihr jedoch mit Vorsicht einsetzen, da eine Vogelperspektive das Objekt sehr klein wirken lässt und Gegenstände oder Personen aus der Froschperspektive übermächtig wirken. Dies verschiebt das Machtgefüge zwischen Betrachter und Motiv. Vorsichtig eingesetzt könnt Ihr mit diesen beiden Arten der perspektivischen Darstellung aber eine große Wirkung erzeugen.

Frosch- und Vogelperspektive

Fischaugenperspektive

Die Fischaugenperspektive ist vor allem aus der Fotografie bekannt, da sehr weitwinklige Objektive die Bildränder verzerren. Doch auch in der Zeichnung könnt Ihr diese Darstellung nutzen und so den Blickwinkel vergrößern. Hierzu werden alle Linien, die nicht durch das Zentrum gehen, gekrümmt und kleiner abgebildet - so ist ein Blickwinkel von 180 Grad oder mehr möglich.

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Parallelprojektion

Die Parallelprojektion wirkt weniger dreidimensional als andere Arten der perspektivischen Darstellung, da bei der Parallelprojektion alle Sehstrahlen (also die vom Auge zum Horizont verlaufenden Strahlen) parallel zueinander verlaufen. Hierdurch verliert eine Zeichnung in der Parallelprojektion an Plastizität, die verschiedenen Abbildungen im Bild wirken wie zweidimensionale Ebenen.

Orthogonalprojektion

Bei der Orthogonalprojektion treffen die Sehstrahlen rechtwinklig auf die Projektionsfläche.

Hauptriss / Dreitafelprojektion

Bei der Normalprojektion - auch Dreitafelprojektion - werden die Hauptrisse des Motivs dargestellt. In der Regel werden dabei die drei Seiten: vorne Seite und oben dargestellt. Deshalb ist auch von einem Dreitafelbild die Rede.
Durch einen Hauptriss alleine ist ein Raumobjekt nicht eindeutig erkennbar, da nur zwei der drei Raumkoordinaten abbildbar sind. Man benötig für die Definition eines Motives mindestens zwei Hauptrisse (z.B. Grund- und Aufriss).

Axonometrische Darstellung

Die axonometrische Darstellung wiederum ist eine Unterart der Orthogonalprojektion und in der Zeichnung besonders hilfreich für das räumliche Verständnis, da in der Axonometrie alle drei Dimensionen gleichzeitig abgebildet werden. Bekannt ist eine derartige Darstellung etwa aus Bauanleitungen. Es gibt mehrere Unterarten axonometrischer Projektion: die isometrische, die dimetrische und die trimetrische Projektion - wichtig ist nur, dass Ihr alle drei Dimensionen der Objekte aus Eurem Blickpunkt darstellen könnt.

isometrische Ansicht
isometrische Axonometrie
Winkel 30°/30°
Seitenverhältnis 1:1
dimetrische Ansicht
dimetrische Axonometrie
Winkel 7°/42°
Seitenverhältnis 1:2

Schrägen bzw. schiefen Parallelprojektion

Bei der schrägen bzw. schiefen Parallelprojektion treffen die Sehstrahlen in einem Winkel auf die Projektionsfläche. Zu den schiefwinkligen Projektionsmethoden zählen die Kavalierperspektive, die Kabinettperspektive und die Militärperspektive.

Kabinett-Projektion
Kabinett-Projektion
Winkel 0°/45°
Seitenverhältnis 1:2

Nicht-geometrische Projektionsverfahren

hilfreiche Links

Bedeutungsperspektive

Die Bedeutungsperspektive ist vor allem aus der mittelalterlichen und religiösen Kunst bekannt, doch auch Regisseure wie Hitchcock oder DePalma lenken durch diese Art des perspektivischen Erzählens erhöhte Aufmerksamkeit auf bestimmte Motive. In der Bedeutungsperspektive spielt die reale Größe und das Verhältnis der Objekte zueinander keine Rolle. Die Größe eines Bildobjektes gibt seine Bedeutung wieder, die Bedeutungsperspektive ist vom Realismus perspektivischer Darstellung befreit.

Farbperspektive

Letztlich bleibt noch die Farbperspektive zu erwähnen, die in der farbigen Zeichnung oder der digitalen Komposition eine subtile Perspektive erzeugt. Anders als die vorherigen Arten der perspektivischen Darstellung wirkt die Farbperspektive nicht durch die Erzeugung eines geometrischen Raumgefüges, sondern durch die Wahl der gewählten Farbtöne. Dies basiert auf dem Effekt, dass weiter entfernte Objekte für das menschliche Auge blasser und blaustichiger wirken. Die Wahl einer bläulicheren, aufgehellten Farbpalette für weit entfernte Objekte vermittelt auch ohne perspektivische Tricks das Gefühl von räumlicher Ferne.

Farbperspektive

Das richtige Bild aus dem richtigen Blickpunkt

Es gibt viele verschiedene Wege, einer zweidimensionalen Zeichnung die Illusion von räumlicher Tiefe zu gewähren oder räumliche Tiefe in bildlicher Form abzubilden. Die Wahl der jeweiligen Arten der Perspektive ist dabei stark vom Motiv abhängig, da die Perspektive einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung des Bildes nimmt und beim Betrachten Gefühle wie Erhabenheit, Macht, Symmetrie oder sogar Religiosität und Bestimmung erzeugen kann.
Mit der richtigen Perspektive könnt Ihr Euer Objekt ins rechte Licht rücken und jeder Zeichnung um eine zusätzliche Dimension erweitern. Perspektive ist eines der Schlüsselelemente der Komposition und dementsprechend solltet Ihr sie auch gewichten.

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